|
Nein
zum Sex!?
Der
eine will Sex, der andere nicht - dann ist im Bett meistens Frust,
anstatt Lust angesagt. Aber ganz ruhig: Wegen so etwas muß
sich nicht gleich die ganze Beziehung auf dem Prüfstand befinden!
Das gepflegte Vorurteil lehrt uns, dass sich die Frauen beschweren,
dass Er will und Sie abblockt, doch das hat sich geändert,
wie Psychologen berichten. Es kommt nämlich immer öfter
vor, dass der männliche Partner sich im Bett verweigert. Doch
ganz egal, ob Mann oder Frau, ein 'Nein!', kränkt und verunsichert
immer. Das läßt sich auch ganz leicht erklären,
denn genau in dem Moment, in dem der eine Partner verführen
will und sich komplett öffnet, bekommt er nur den Wunsch auf
Distanz zu spüren. Die beiden Geschlechter reagieren auf 'Abfuhren'
unterschiedlich! Gleich ist aber, dass mit Selbstmitleid, Aggressionen,
Ängsten und/oder Verdächtigungen schon bei der gelegentlichen
Absage reagiert wird.
Jedoch
sollte man sich über die evtl. fatalen Konsequenzen dieser
Reaktionen im Klaren sein, denn der Partner, welche die Absage erteilt
fühlt sich dann oftmals so unter Druck gesetzt, dass bei ihm
die Lust im Bett immer seltener aufkommt, sprich: aus einer kleinen
Verweigerung kann eine ständige werden. Dabei, so lehren uns
zumindest die Psychologen, ist es völlig normal, wenn man mal
nicht will. Ein kleines 'Nein' bedeutet doch in erster Linie einmal
nur, dass man im Moment einfach keinen Sex
haben möchte, oder zumindest nicht so, wie ihn der Partner
sich wünscht. Mit einer grundsätzlichen Ablehnung oder
gar kompletten Entzug der Liebe hat das zunächst einmal überhaupt
nichts zu tun. Ernst wird es erst, wenn es zu einer grundsätzlichen
Abwehrhaltung gekommen ist, denn dann ist es höchste Zeit,
dass sich beide Partner einmal zusammensetzen und darüber reden
sollten, warum dies so ist. Ein Thema sollte auch sein, ob beim
Verweigerer evtl.
Trennungsgedanken
gibt, ob es an der Beziehung oder an der sexuellen
Zufriedenheit liegt. Grundsätzlich kann man aber
sagen, dass psychologisch gesehen eine Verweigerung ebenso wichtig
ist, wie die totale Hingabe, denn nur wer 'Nein' sagen kann, wird
auch lustvoll 'Ja' signalisieren können. Denn nichts ist schlimmer,
als wenn man nur 'Ja' sagt, um einen eventuellen Streit aus dem
Wege zu gehen. Vor allem Frauen geben, trotz Widerwillen, dem Begehren
ihres
Partners oft nach, weil sie be- fürchten müssen, er könne
sie sonst verlassen, weil sie verhindern möchten, dass er unzufrieden
und mißgelaunt ist. Jedoch sollten sie bedenken, dass derjenige,
der Spaß am Sex nur simuliert mit der Zeit abstumpft, also
das eigentliche Verlangen verkümmert. Die Folge ist permanente
Lustlosigkeit und es wäre doch wirklich schlimm, wenn die schönste
Nebensache der Welt zum Alptraum werden würde,
oder?
Die
Reaktion des Mannes auf ein 'Nein'
Ein
Mann fühlt sich bei einem 'Nein' in aller erster Linie gedemütigt.
Ihm wird das Gefühl vermittelt, als potentieller Verführer
und Eroberer versagt zu haben. Je mehr er sich über seine Liebesfähigkeit
definiert, also dem Sex einen hohen Stellenwert zuweist, desto größer
werden seine Selbstzweifel sein, desto schwerer wird er mit dieser
Situation umgehen können. Gefährlich wird es dann, wenn
der Mann mit Frauen unter anderem deswegen schläft um sein
Selbstwertgefühl, sein Ego, zu stärken. Sein 'Ich-Gefühl'
kann nämlich durch ein dauerhaftes 'Nein' kräftig aus
dem Gleichgewicht gebracht werden und sogar zu körperlichen
Problemen führen: Das angeknackste Selbstbewußtsein schlägt
dem Mann mit der Zeit auch auf die Potenz.
weiter
|
|