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Romantik
eines bulgarischen Bauernhofes
Schon
vor drei Jahren hatte mich meine einst beste Freundin nach Bulgarien
eingeladen. Sie war mit ihrem Mann dahin gegangen, weil ihm seine
Eltern einen ansehnlichen Bauernhof hinterlassen hatten. Genau genommen
war mir mein Urlaub immer zu schade gewesen, ihn auf einem Bauernhof
im Osten zu verleben, zumal es da, wie meine Freundin schon geschrieben
hatte, in mancher Beziehung noch primitiv zuging. Zum Beispiel gab
es kein fließendes Wasser. Man bediente sich noch immer des
Ziehbrunnens. Freilich, der Mann meiner Freundin, der jahrelang
in Deutschland gelebt hatte, wollte rasch sehr viel verändern.
Aber die Arbeit fraß ihn auf.
Schließlich rang ich mich nun doch durch, die Reise zu machen.
Die jahrelange Trennung von meiner einst besten Freundin war mir
ja auch nicht ganz gleichgültig. Ein bisschen Bange hatte ich,
das Wiedersehen könnte die Narben der Trennung noch einmal
kräftig aufreißen. Dass dem nicht so war, verdankte ich
einem Zufall.
Die ersten zwei Tage meines Aufenthalts frustrierten mich einigermaßen.
Ich merkte, sie beiden freuten sich unbändig über
meinen Besuch, aber sie hatten eigentlich gar keine Zeit dafür.
Wenigstens meine Freundin machte sich von ihren täglichen Arbeiten
ein paar Stunden frei. Sie schlüpfte sogar eines Morgens zu
mir ins Bett, als sie schon zwei Stunden Arbeit hinter sich hatte,
und ich gerade erst erwacht war. Mein nackter Körper rief bei
ihr sicher Erinnerungen wach. Obwohl sie bei ihrem Mann in sehr
guten Händen war, reizte sie doch ein kleines Spielchen mit
mir. Aus dem kleinen Spielchen wurde allerdings viel mehr. Weit
über eine Stunde wälzten wir uns splitternackt im Gästebett
und schenkten uns mit Händen und Lippen alles, was wir über
die Jahre vermisst hatten. Am Ende schnurrte meine Freundin: "Trotz
meines verdammt potenten Mannes vermisse ich dich manchmal. Du bist
so lieb und zärtlich ... du machst meistens ganz instinktiv
das, was ich mir im Moment gerade am meisten wünsche."
Als wir uns in den Armen lagen, sagte ich ihr ganz offen, dass ich
meine zwei Wochen Urlaub nicht auf dem Bauernhof verleben wollte.
Sie fand rasch eine Lösung. Ich konnte ihren klapperigen PKW
benutzen, um an den nicht sehr weit entfernten Badesee zu fahren.
Das Auto konnten sie gut entbehren, weil ihr Mann noch einen Jeep
hatte.
Es war ein Glücksfall. Ich parkte mein Auto unweit des Sees
neben ein paar anderen. Ich freute mich, dass ich nicht allein am
Wasser war. Bald hatte ich sogar direkten Kontakt. Mir war ein Ball
auf den Bauch gefallen. Der Mann, der sich dafür wortreich
entschuldigte, war ein Traummann. Österreicher war er und mit
einer kleinen Reisegruppe vor Ort.
Am Abend sprach ich mit meiner Freundin über meine Eroberung
und ließ durchblicken, dass ich diesen Mann liebend gern mal
in mein Zimmer einladen würde. Sie machte überhaupt kein
Problem daraus. Wie schon während der letzten zwei Tage, wollte
sie mit ihrem Mann am nächsten Tag wieder ins Heu. Selbst ihr
Mittagessen wollte sie mitnehmen.
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