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Er vögelte mich im Museum

Seit einer Zeit machte ich mir für mein Studium einen kleinen Nebenverdienst, indem ich im Schlossmuseum Führungen übernahm. Viel war es nicht, was ich da verdienen konnte. Aber immerhin gehörte die Geschichte dieses Schlosses zu meinen Interessen.

Schon mehrmals hatte ich Hendrik kennengelernt. Er war der Sohn des Ehepaares, das in einem Nebengebäude schon seit zwanzig Jahren wohnte und so lange auch schon ein bisschen für Ordnung sorgte.

Inzwischen wusste ich, dass Daniel in der Modebranche arbeitete. Mein Interesse für ihn hatte von Woche zu Woche zugenommen. Ich wollte mir nur nicht eingestehen, dass ich mich in ihn verliebt hatte. Das geschah in einer ganz absonderlichen Situation. Nach meiner letzten Führung traf ich auf Daniels Mutter. Sie sagte mir, dass ich den Haupteingang nicht zuschließen brauchte, weil sie noch etwas zu reinigen hatte. Die Gelegenheit nutzte ich gleich mal aus, mich in den beiden Zimmern umzusehen, in denen Bilder und Möbel eingelagert waren, die noch nicht der Öffentlichkeit zugänglich waren.

Ich war gerade beim Stöbern, da hörte ich nebenan harte Schritte auf dem Parkett. In meinem Schreck schaute ich durch den Türspalt und sah Daniel in einem historischen Kostüm eines Kammerdieners durch den Saal stolzieren. Gleich darauf vernahm ich die Stimme seiner Mutter: "Ich bin gespannt, wann du dir diese Marotte abgewöhnst. Wenn dir einmal jemand draufkommt, dass du dir die historischen Klamotten anziehst. Sie stehen unter Denkmalschutz wie alles hier."
Ein paar Tage später gestand ich Daniel, dass ich ihn ungewollt bei seiner Marotte belauscht hatte. Er war wohl noch ganz in seiner Rolle, denn er flüsterte: "Würde mich wahnsinnig freuen, Komtesschen in ihrem Gemach besuchen zu dürfen."

Ich stellte mich auf seinen Ton ein, machte einen artigen Knicks und entgegnete: "Es wäre mir ein großes Vergnügen mein Herr."

Aus unserem Spaß wurde langsam Ernst. Es gab keine Abwehr von mir, als er meinen Kopf zwischen seine Hände nahm. Ganz langsam näherten sich unsere Lippen, bis sie zusammenprallten und sich aneinander saugten. Ich öffnete willig die Zähne und schickte meine Zungenspitze seiner entgegen. Oh, ich hätte mich augenblicklich in das Gemach der Komtesse führen lassen. Leider hatte Daniels Mama das Museum bereits verschlossen. Daniel hatte sich aber an dem Gedanken so festgebissen, dass wir uns für den nächsten Tag eine List verabredeten. Wir wussten beide, wozu wir uns da treffen wollten. Ich hatte nichts dagegen. Schon seine Küsse hatten die vielen kleinen Teufelchen in meinem Leib geweckt. Ganz schnell waren mir die Höschen nass geworden.

Am Tag darauf blieb ich nach der letzten Führung in einem Kämmerchen zurück und machte mich für die Verabredung zurecht. Nur ein weißes Nachthemdchen zog ich über meinen Slip. Ganz stilecht war das natürlich nicht. So kurz waren die Hemdchen früher natürlich nicht. Ein bisschen sexy wollte ich aber auch sein. Malerisch breitete ich mich auf das Bett der einstigen Komtesse aus. Daniel schritt natürlich wieder in einer historischen Aufmachung in den Raum. Als er mich halb nackt auf dem Bett sah, fiel er aus seiner historischen Rolle. Nur noch sein Rüschenhemd und die Hose behielt er an. Alles andere fiel irgendwohin.

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