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Sein Atelier war wie ein Puff

Atelierfest nannte es Alexander, was sich so aller drei bis vier Monate in seinem Maleratelier unter dem Dach abspielte. Schon mehrmals hatte ich mir vorgenommen, mich daran nicht mehr zu beteiligen, weil es immer so gewesen war, dass seine Freunde zur vorgerückten Stunde ausfällig geworden waren. Das traf sowohl auf den Alkohol zu als auch auf offene sexuelle Belästigungen. Alexander wusste genau, dass ich das nicht mochte. Ich hatte weder Ambitionen, mich sinnlos volllaufen zu lassen, noch mich von anderen betatschten oder gar flachlegen zu lassen. Darauf war schließlich immer alles hinausgelaufen. Merkwürdig, Alexander wollte nie etwas bemerkt haben, wenn mir jemand zu nahe trat.

Nebenbei, gegen einen flotten Vierer hatte ich absolut nichts einzuwenden. Den hatte ich zuweilen schon mal mit Alexander und einem befreundeten Paar erlebt. Das war aber eben ganz anders. Da wollten wir es alle vier und es war eine Nacht voller Zärtlichkeiten ohne übermäßigen Alkoholrausch.
Nun hatte ich mich mal wieder zu so einem Atelierfest verleiten lasen. Mein Alexander war gerade mit ein paar Leuten in einer heftigen Diskussion über seine neuesten Bilder, da zog mich ein Kumpel von ihm hinter den Vorhang, hinter dem Alexanders Bett stand. Ich nahm seine mächtige Fahne wahr, als er mich zu küssen versuchte. Er erreichte meine Lippen nicht, weil ich ihn entschlossen abdrängte. Ehe ich mich versah, hatte er seine Hose aufgerissen und seinen mächtigen Schwengel ans Tageslicht befördert. "Lust?" hauchte er mir wieder mit einem scheußlichen Alkoholdunst entgegen. "Schon mal gesehen, so ein Prachtexemplar?"

Mit Prachtexemplar hatte er recht. So ein Ding hatte ich höchstens mal auf Bildern oder in einem Video gesehen. Mir fuhr es unwillkürlich unter die Haut, als er mich mit der steifen Latte am Unterarm berührte. Es hätte nicht viel gefehlt, und ich hätte zugriffen und dieses verführerische Teil gewichst. Nur der abstoßende Alkoholdunst hielt mich davon ab. Für den Mann allerdings war alles zu spät. Er drückte mich nach rückwärts aufs Bett und zog mir in einer Geschwindigkeit den Slip über die Füße, wie ich es ihm in seinem Rausch gar nicht zugetraut hatte.
"Nein", schrie ich in der Hoffnung auf, dass Alexander oder ein anderer Gast mich hören würden. Wer weiß, vielleicht hörte es auch jemand und kümmerte sich nur nicht darum, weil Kreischen und Quietschen zur späten Stunde in diesem Atelier nicht selten waren. Kraftvoll drängte sich der Kerl zwischen meine Beine. Ich war so was von gespalten!

Für einen Moment sah ich nur noch den mächtigen Schwanz, der mich unheimlich zu einer Anprobe lockte. Auf der anderen Seite hatte ich so einen Ekel vor diesen schmierigen Kerl. Pieksauber war an ihm wahrscheinlich nur sein Ständer. Im allerletzten Moment konnte ich flüchten. Ganz ohne Schmerz zwischen seinen Beinen war das wohl nicht abgegangen. Ich hörte ihn noch wüst schimpfen, als ich schon hinter dem Vorhang hervor war und in Richtung Tür stürmte. Ich riss die schwere Brandschutztür auf und flüchtete mich auf die Hühnerstiege. So nannten wir die schmale Eisentreppe, die zu Alexanders Atelier führte.

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