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Verbotene
Liebe?
Tagelang
hatte ich mich schon auf den Besuch meines Bruders gefreut. Er war
beim Bund und wollte ein paar Tage seines Jahresurlaubs zu Hause
verbringen. Genau in diese Tage fiel mein achtzehnter Geburtstag.
Er kam wie angekündigt an, aber aus einer richtigen Geburtstagsfete
wurde nichts. In Familie sollte sie stattfinden, aber meine Eltern
mussten wegen eines Trauerfalls an die Nordsee fahren.
An meinem Geburtstag war ich wie immer sehr früh auf. Die Neugier
hatte mich aus dem Bett getrieben. Trotz der Abwesenheit der Eltern
fand ich einen hübsch gedeckten Geburtstagstisch mit herrlichen
Blumen und natürlich einer Geburtstagstorte. Ins Wohnzimmer
war ich mit einem Geschenk am Leibe gegangen, das ich mir selbst
gemacht hatte und an dem ich mich gar nicht satt sehen konnte.
"Kleines", hörte ich aus dem Zimmer meines Bruder
rufen, "hier ist für dich auch noch ein Geburtstagstisch
gedeckt. Ohne nachzudenken ging ich zu ihm ins Zimmer. Es störte
mich auch nicht, dass er nur im Slip auf seinem Bett lag, weil es
so fürchterlich schwül war. Oder störte es mich doch?
Ich zwang mich, meinen Blick von seiner deutlichen Beule abzuwenden
und mir den DVD-Player anzusehen, den er für mich gekauft hatte.
Ein Berg DVDs lag noch daneben.
In
meiner, mehr als gewagten Bekleidung, sprang ich zu ihm aufs Bett.
Das geschah beinahe so bedenkenlos, wie ich es in der Kinderzeit
getan hatte. Zu spät dachte ich an mein Outfit. Ich versuchte
es zu überspielen und frage: "Gefallen dir die Fummel?
Die habe ich mir zum Geburtstag selbst geleistet. Weißt du,
wie viel Zeitungen ich dafür austragen musste?"
Ich stutzte über seine Antwort: "Auf den ersten Blick
gefällt mir alles sehr gut. An den zweiten Blick darf ich gar
nicht denken."
Noch niemals hatte er so zweideutig mit mir gesprochen. Ich wusste
zwar schon, seit ich vierzehn war, wie neugierig er war, mal einen
Blick zu erhaschen, um zu sehen, wie sich meine Brüste wölbten
oder die ersten Härchen sprossen. Damit hatte er sicher nicht
viel Glück gehabt, denn in diesem Alter ging ich sehr sorgsam
mit meinen Reizen um, besonders vor Papas Augen und auch vor Andre.
Gleich glaubte ich, dass es gar nicht die Stimme meines Bruders
war. Er raunte: "Schwesterchen, heute bist du achtzehn. Wenn
ich dich jetzt vernaschen würde, wäre es keine Verführung
Minderjähriger mehr."
Ich nahm gar nicht recht ernst, was er sagte, obwohl ich einen merkwürdigen
Glanz in seinen Augen sah. Ich sagte so dahin: "Aber Inzest
wäre es."
Er schien sich an dem Thema festhaken zu wollen. Er gab zu bedenken:
"Da gibt es aber allerhand zwischen Bruder und Schwester, was
kein Inzest ist. Inzest nach dem Gesetz ist nämlich nur, wenn
ich meinen Schwanz in dein süßes Schneckchen stecke."
"Hör auf", schimpfte ich, "wie redest du denn
heute? Die tun euch beim Bund wohl kein Soda mehr ins Essen?"
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